Horoskopaufstellung mit Friedel Roggenbuck

Zu Gast in Bochum – Friedel Roggenbuck

3. und 4. Juli 2010


Ausnahmezustand am Firmament! Massive, spannungsgeladene Konstellationen, bestimmen langfristig das Geschehen. Danach wird vieles nicht mehr so sein, wie wir es vorher kannten. 
Die aktuellen, spannungsgeladenen Konstellationen von 2010 bis 2012 sind das Thema an diesem Wochenende. Wir erforschen deren Auswirkungen im persönlichen Horoskop und ihre Bedeutung für unseren Alltag.

Die Planeten sind dabei unsere Hauptdarsteller. Sie symbolisieren verschiedene Persönlichkeitsanteile, innere Stimmen und schlummernde Anlagen persönlicher sowie kollektiver Art. Sie stehen aber auch für all jenes, was aus unserer Psyche ausgelagert wurde und uns meist von außen entgegen tritt.

In der Aufstellungen eines Geburtshoroskops übernimmt die Gruppe die Rollen der Planeten. Astrologisch ausgewählte Musik, aus allen Kulturen und Stilrichtungen, fungiert dabei als „Geburtshelfer“, um die Planetenkräfte lebendig und erfahrbar zu machen. Die Verbindung mit den „eigenen“ inneren Archetypen setzt kraftvolle Prozesse in Gang, die unser Selbstbild transformieren und uns mit unserer innersten Essenz in Berührung bringen können.

Friedel Roggenbuck, Jahrgang 1955, ist Astrologe, Musiker und Autor. 1976 wurde er in Sarnath-Indien, dem Ort, an dem Buddha seine Lehre erstmals verkündete, in den lebendigen Zodiak initiiert. 1980 begründete er das europäische Astrodrama. Seit 1982 arbeitet er mit Horoskopaufstellungen und bietet seit über 20 Jahren Ausbildungszyklen an. Er verbringt mehrere Wochen im Jahr schweigend im Wilderness-Retreat, meist in seiner Wahlheimat, der Insel Thassos in der Nordägäis.
 

Preis: 160,- Euro
IAG Bochum
Herner Str. 88
44791 Bochum

Das Horoskop als Mandala

Im tibetischen Buddhismus und bei den Indianern spielen Mandalas eine wichtige Rolle in den religiösen Zeremonien. Mandala ist ein Wort aus dem Sanskrit, die Übersetzung bedeutet kultische Kreiszeichnung. Durch ihren besonderen Aufbau und ihre Struktur fördern sie die Konzentration auf ein inneres Zentrum. Ein Zitat von Carl Gustav Jung verdeutlicht, wie Mandalas bewusst eingesetzt werden können, um sich auf den inneren Wesenskern zu konzentrieren.
„Wie schon erwähnt heißt Mandala Kreis. Es gibt viele Varianten des hier dargestellten Motivs, die aber allesamt auf der Quadratur des Zirkels beruhen. Ihr Grundmotiv ist die Ahnung eines Persönlichkeitszentrums, sozusagen einer zentralen Stelle im Inneren der Seele, auf die alles bezogen, durch die alles geordnet ist, und die zugleich eine Energiequelle darstellt.“ [1]

Beim Malen von Mandalas entsteht dieser Zugang zur eigenen Mitte, zu dem Teil in uns, der auch innerer Heiler genannt wird. Und weiter schreibt Jung:  „Obschon das Zentrum einerseits einen innersten Punkt darstellt, so gehört zu ihm doch andrerseits auch eine Peripherie oder ein Umkreis, der alles in sich enthält, was zum Selbst gehört, nämlich die Gegensatzpaare, welche das Ganze der Persönlichkeit ausmachen.“ [2]

Das Horoskop als Mandala

Eine Horoskopzeichnung zeigt zunächst in graphischer Form die Himmelskonstellationen für einen ganz bestimmten Augenblick. Markante Orientierungspunkte wie die vier Himmelsrichtungen sind eingezeichnet, die Bewegungen der Planeten per Computerprogramm sekundengenau auf dem Tierkreis vermessen.

Doch das Horoskop ist sehr viel mehr als nur ein astronomisches Rechenblatt, es bildet in seiner gesamten Struktur ein komplexes Symbol, das über viele Dimensionen unserer Erfahrung Auskunft gibt. Döbereiner nennt das Radix in einem Buch eine „Urkunde der Erfahrung“.

Horoskopzeichnungen bestehen ähnlich wie Mandalas aus mehreren Kreisen mit symmetrischer Aufteilung.

Wenn ich das Horoskop als Mandala betrachte und als eine Form von Meditation über mich selbst nutze, findet ein Konzentrationsvorgang statt. Ausgehend von einem inneren Wesenskern können die Gegensätze und Widersprüchlichkeiten des Lebens geordnet werden. Die Außenwelt wird dabei als etwas betrachtet, was zu uns gehört, obwohl sie gleichzeitig außerhalb und getrennt von uns existiert.

Im Folgenden werden die einzelnen Bausteine eines Horoskop-Mandalas in ihrer Bedeutung erklärt. Diese Bausteine sind der leerer Innenkreis, das Aspektebild, die Planeten, der Tierkreis und die 12 Häuser.

Leerer Innenkreis

In der Mitte des Horoskops findet sich ein Kreis, der das Persönlichkeitszentrum des Menschen symbolisiert. Die humanistischen Psychologie verknüpft die Wahrnehmung dieses inneren Zentrums mit der Entwicklung von Selbst-Bewusstsein: Ich weiß, wer ich selbst bin!

In der Mandala-Horoskopzeichnung bleibt dieser Kreis leer. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass wir dem inneren Raum eines anderen Menschen Achtung und Respekt entgegenbringen.

Aspektebild

Die roten, blauen und grünen Verbindungslinien zwischen den Planeten nennt man in der Astrologie Aspekte. Aspekte ergeben sich durch die Aufteilung des Kreises in mathematische Winkel. Sie beschreiben die Art und Weise von Kommunikation zwischen den einzelnen Planeten und können als energetische Beziehungen beschrieben werden, angefangen vom Energiefluss beim Trigon bis hin zur Blockade und dem Energiestau beim Quadrat.

Die Planeten als innere Personen können sich gegenseitig unterstützen oder behindern. Sowohl die einzelnen Aspekte und Aspektefiguren als auch das Aspektebild in seiner Gesamtheit werden bei einer ganzheitlichen Deutung berücksichtigt.

Planeten

Die zehn Planeten der Astrologie sind sogenannte Wandelsterne, die sich in elliptischen Bahnen um das Zentralgestirn Sonne bewegen. Die Namen der Planeten sind, von den Hauptlichtern Sonne und Mond abgesehen, sind die Namen von Göttern und Göttinnen in der griechisch-römischen Mythologie. Die Planeten repräsentieren verschiedene Persönlichkeitsanteile, die im Innern unserer Seele bewusst und unbewusst agieren.

Jeder Mensch ist insofern eine „multiple“ Persönlichkeit, denn die Planeten verfolgen sehr unterschiedliche und gegensätzliche Ziele. Ihr gemeinsames Agieren in grundlegenden menschlichen Lebensituationen spiegelt sich in den großen Dramen, Tragödien und Mythen der griechisch-westlichen Kultur wider.

In der Anthroposophie werden die Planeten auch als kosmische Bildekräfte verstanden, während sie in der Terminologie von C.G. Jung als Archetypen bezeichnet werden, d.h. als unbewusste Urbilder des Seelenlebens.

Tierkreis

Der Tierkreis, der im Altertum „Seele der Natur“ genannt wurde, bildet in einem Horoskop als Ekliptik das kosmische Bezugssystem. Die Tierkreiszeichen sind zwölf verschiedene Grundmuster von Energien, die in sich zusammenhängend einen organischen Kreislauf von Werden und Vergehen beschreiben. Diesen organischen Kreislauf erleben wir auf der westlichen Halbkugel wie selbstverständlich als Jahreskreis mit den vier Jahreszeiten.

In der esoterischen Astrologie wird der Tierkreis auch als eine Art Zeitspeicher gesehen und mit einem geheimnisvollen klingenden Begriff, nämlich Akasha-Chronik, versehen. Einfach ausgedrückt meint man damit, dass sämtliche Erfahrungen der Erde und der Menschheit in verschlüsselter Form in den zwölf Zeichen enthalten sind. Der Tierkreis wird so zu einem Grundmodell des Lebens.

Die Tierkreiszeichen können ebenso wie die Planeten als archetypische Symbole bezeichnet werden. In der psychologischen Astrologie werden die Energien der zwölf Zeichen als Anlagekräfte gedeutet. Man könnte auch sagen, sie stehen für die Erbanlagen, also all das, was in uns angelegt ist und zur Verwirklichung drängt.

Häuserkreis

Der äußere Kreis der zwölf Häuser bildet das irdische Bezugssystem. Die Berechnung der Häuser beruht darauf, dass wir das kosmische Geschehen auf einen Ort der Erdoberfläche, nämlich den Geburtsort beziehen. Die Grundlage jedes Häusersystems ist die Aufteilung in vier Quadranten. Die Zahl vier und das Quadrat waren in allen alten Kulturen immer ein Symbol für die Orientierung im Raum und gleichzeitig für die materielle Ebene des Daseins.

In der Astrologie werden die Häuser als konkrete Alltagserfahrung gedeutet. Esoterisch gesehen werden die Häuser in dem Moment wirksam, in dem sich die Seele inkarniert. Inkarnation leitet sich vom lateinischen „incarnare“ ab und bedeutet wörtlich übersetzt: „ins Fleisch treten oder Fleisch werden.“

Die Seele eines Menschen nimmt mit der Geburt einen Körper an, um während einer bestimmten Zeitspanne auf der Erde Lernerfahrungen zu machen. Diese Lebensaufgabe oder Lernerfahrung ist das Kreuz, mit dem wir geboren werden und dass wir Zeit unseres Lebens tragen müssen. Astrologisch wird diese Tatsache sichtbar an den Eckpunkten des Raumkreuzes, dem Aszendenten (AC) und dem Medium Coeli (MC).

Der Kreis der Häuser beschreibt somit unsere Beziehung zur Welt, die uns umgibt. Die zwölf Häuser stehen für die Umwelt und die Umweltbedingungen, in die wir mit unseren Anlagen hineingeboren werden.

Weg zur Mitte

Je mehr wir zum inneren Kern des Horoskopes vordringen, umso mehr lernen wir, uns von den Wertvorstellungen der Umwelt frei zu machen und unser wahres Ich zu entdecken. Die Konzentration auf die Mitte des Horoskops ist der Weg von Außen nach Innen, ist der Weg zum Selbst, zur Erfahrung des inneren Wesens-Zentrums.

Anmerkungen

[1]

C.G. Jung Mandala – Bilder aus dem Unbewussten, Olten 1977, S. 81

[2]

C.G. Jung Mandala – Bilder aus dem Unbewussten, ebd.

Dieser Artikel wurde mit dem Start von Astrologos am 17. Juli 2002  veröffentlicht, er erschien außerdem in der 13. Ausgabe der Astrologiezeitschrift „Astroforum Sternzeit“ Ende 2002.

Bildquelle: Mandala von Monika Meer. Die Horoskopgrafik wurde mit Galiastro erstellt.

 

 

 

Astro-Tipps für Reisende

Wer Planeten in den Zeichen Zwillinge und Schütze hat, geht gerne auf Reisen. Während die Zwillinge Kurzreisen lieben, treibt es die Schützen hinaus in die große weite Welt. Fernweh und Fernreisen gehören zum Lebenselixier des neunten Zeichens.

Reisen bildet! Das ist das Motto des Schützemenschen. Hermann Graf Keyserling behauptet in seinem berühmten „Reisetagebuch eines Philosophen“, dass der kürzeste Weg zum Selbst einmal um die ganze Welt führt. Er hatte Jupiter im ersten Haus.

In diesem Sinnen wünsche ich Ihnen gute Reise und viel Freude mit den Astro-Reisetipps.

 

Paris mon amour

Paris war zu den Zeiten der Belle Epoque das Zentrum der Moderne. Im Herzen dieser Stadt wurde mehr gedacht, gesprochen und geschrieben als irgendwo sonst auf der Welt. Das behauptet zumindest Jean Giradoux. Allgemein wird Paris als Waage-Stadt gesehen. Die Haute Couture wurde hier erfunden und Paris ist die Stadt der Liebe.

Der älteste Teil der Hauptstadt ist die Ile de la Cité. Seit dem 12. Jahrhundert ist die Insel mit der Kathedrale von Notre-Dame das Zentrum der Seine-Metropole, Vor dem Haupteingang ist im Pflaster der Point Zero eingelegt, Frankreichs Referenzpunkt für Entfernungsangaben.

Über die berühmte Brücke Pont Neuf ist die Ile de la Cité mit den anderen Stadtteilen verbunden.

Rive gauche, nämlich links der Seine, ist das traditionelle Gelehrten- und Bildungsviertel mit dem berühmtesten englischen Buchladen in Paris am Quai Viviani. Tout le monde traf sich damals hier oder am Montparnasse, James Joyce, Gertrude Stein, Ernest Hemingway, Pablo Picasso, Man Ray….

Zwischen dem Eiffelturm und der École Militaire erstreckt sich das Gelände des Champs de Mars, das Marsfeld, ehemals ein kriegerischer Ort, heute einer von zahlreichen schönen Plätzen der Stadt.

 

Institut für tibetisch-medizinische Astrologie

Das Institut für tibetisch-medizinische Astrologie – Men Tsee Khang – wurde 1961 im Exil der Tibeter in Dharamsala vom jetzigen vierzehnten Dalai Lama gegründet. Men Tsee Khang setzt sich zusammen aus Men (Medizin), Tsee (Astrologie) und Khang (Zuhause) und ist die Verbindung von Astrologie und Medizin unter einem Dach.

Die medizinische Astrologie, die dort praktiziert wird, geht zurück auf die Lehren Yuthok Yanthen Gompos, der im siebten Jahrhundert der Leibarzt des tibetischen Königs war. Wesentliche philosophische Grundlagen liefert das sogenannte Kalachakra, die tibetische Lehre vom Rad der Zeit.

Auf die großformatigen Horoskope des Men Tsee Khang muss man lange warten, sie werden ca. ein halbes Jahr nach der Bestellung geliefert. Die Berechnung erfolgt nach dem tibetischen Mondkalender. Die Deutung basiert auf ayurvedischen Lehren und dem fünf-Elemente-System. Man bekommt erstaunlich konkrete medizinische Prognosen für einzelne Lebensjahre.

Weitere Informationen über die Arbeit des Men Tsee Khang und die tibetische medizinische Astrologie entnehmen die geneigten LeserInnen bitte der hochoffiziellen Tibet-Seite.

 

Die Algarve

Die Algarve hat ihren Namen von den Mauren erhalten, sie nannten die südwestliche Küste der iberischen Halbinsel Al Gharb (der Westen).  Zwischen 711 und 1250 sorgten die Mauren für eine Blüte der Wissenschaften und Künste. Spuren sind noch heute zu finden, so etwa in Silves, das ehemals Hauptstadt des Königreichs Al Gharb war.

Heute lebt die Region vom Tourismus, weiße Sandstrände zwischen rötlichen Steilklippen aus Sandstein bieten dem sonnenhungrigen Urlauber nahezu in jeder Jahreszeit angenehme Temperaturen, der Fischfang ist als Einnahmequelle seit Jahrzehnten rückläufig. Doch Neptun ist trotzdem allgegenwärtig, in Form der zahlreichen Fischmotive auf Keramikprodukten, aber auch im Fadogesang und der „Saudade„, einer portugiesischen Spielart der Melancholie. Und nicht zuletzt ist der historisch begründete und landesweit verbreitete „Sebastianismo“ dem Weltschmerz des Fischezeichens sehr nahe.

 

Tarotgarten bei Pescia Florentina

Bei Pescia Fiorentina, nahe der Grenze zur Region Latium, kann man auf einem Hügel nördlich der Aureliastraße den „Giardino dei Tarocchi“ bewundern.

Es ist der Tarotgarten der Künstlerin Niki de Saint Phalle, deren große Nanas in zahlreichen Hauptstädten auf der ganzen Welt zu finden sind, u.a. in Paris vor dem Centre Pompidou.

Die zweiundzwanzig Tarotkarten der Großen Arkana sind in diesem Gartenpark als mächtige phantastische Skulpturen mit Symbolen, Spiegeln und farbiger Keramik zwischen jahrhundertealten Bäumen zu besichtigen.

Niki de Saint Phalle war Skorpionaszendent mit einer Skorpionsonne am Aszendenten. Die Skulptur, die der 13. Karte im Tarot, dem Tod, zugeordnet wird, hat ihr nach eigenem Bekunden am meisten Spaß bereitet.

 

Aby Warburg Sammlung im Hamburger Planetarium

Das Hamburger Planetarium ist seit 1930 in einem ehemaligen großen Wasserturm im Stadtteil Winterhude untergebracht. Hier war schon in den dreißiger Jahren die Sammlung zur Geschichte von Sternglaube und Sternkunde zu sehen, die der Kunsthistoriker Aby Warburg für sein Mnemosyne-Projekt zusammengetragen hatte.
Mnemosyne, die griechische Göttin der Erinnerung und Mutter der Musen, war Namensgeberin für diesen großen Bildatlas, in dem Warburg anhand von ikonografischen Reihen und sinnträchtigen Bildkonstellationen das Bildgedächtnis der europäischen Kultur rekonstruieren wollte.

 

Astronomische Uhr im Straßburger Münster

J.W. von Goethe lebte ab 1770 in Straßburg und geriet beim Anblick des Straßburger Münsters ins Schwärmen. Kein Wunder! Fast 250 Jahre war die Kathedrale mit ihrem Nordturm von 142 Metern das höchste Gebäude der Welt.

Die astronomische Uhr aus dem 16. Jahrhundert ist ein besonderes Highlight für Astrofreunde. Die Synthese von Kunst und Technik, so wie sie in der Renaissance gepflegt wurde, zeigt sich hier in ihrer ganzen Pracht. Im unteren Teil der Uhr zeigt ein ewiger Kalender den jeweiligen Tag an. Davor ist eine Himmelskugel zu sehen, links ein Kirchenkalender zur Berechnung der beweglichen Festtage, rechts außen sind Sonnen- und Mondgleichungen zu verfolgen.

Über dem ewigen Kalender erscheinen im Turnus die Gottheiten der sieben Wochentage auf ihrem Wagen. Im oberen Mittelteil ist ein kopernikanisches Planetarium zu sehen, darüber eine Kugel mit den Mondphasen.

 

Glastonbury

Glastonbury, ein kleines Städtchen im Süden Englands, gilt als britisches Woodstock. Doch nicht nur im Juni zum alljährlichen Open-Air Festival wird der Ort von Neo-Hippies, Druiden und New-Age Begeisterten heimgesucht. Denn Glastonbury, das ist die einst sagenumwobene Insel Avalon. Am Fuße des Hügels Tor sollen Eingeweihte den Eingang zum Feenreich Annwn finden. Einen Steinwurf weit entfernt liegt die Quelle Chalice Well. Einer Legende zufolge wurde hier im Jahre 63 n. Chr. der Gralskelch vergraben. In den Ruinen der alten Glastonbury Abbey ist die Grabstätte von König Artus und seiner Gemahlin Guinivere.

Wer den heiligen Gral sucht, wird ihn (wenn überhaupt) in Glastonbury finden. Die Steinkreise von Stonehenge und Avebury liegen auf dem Weg, wenn man von London aus auf den Spuren Merlins in den Südwesten Emglands reist.

 

New York City

Urlaub nach Südengland empfiehlt sich für Neptuntransite, New York City hingegen ist ein Reiseziel im Zeichen der Zwillingsenergie. Nicht umsonst nennt man die eigentliche Hauptstadt der USA „the City that never sleeps!“ Nirgendwo kann man so schnell durch verschiedene Welten eilen. Nur wenige hundert Meter läuft man, um von Soho über Little Italy nach Chinatown und zur Wall Street zu gelangen.

Für Kurzreisen empfiehlt sich ein straightes Sighseeing-Programm. Es gibt einfach viel zuviel zu sehen. So kann die Auswahl leicht zur Qual werden.

Unverzichtbar sind ein Ausflug nach Coney Islands, ein Spaziergang im Central Park und über die Brooklyn-Bridge, der Besuch des Metropolitan Museum und der Blick vom Empire State Building.

Mögen Sie wie seinerzeit Hermes mit Flügeln an den Füßen gesegnet sein, wenn Sie sich aufmachen, die Weltmetropole der Kommunikation erkunden!

 

Kathedrale von Chartres

Die Notre-Dame Kathedralen von Bayeux, Rouen, Amiens, Reims, Laon, Paris, Chartres und Evreux bilden, wie Louis Charpentier festgestellt hat, das Sternbild der Jungfrau auf Erden ab. Alle acht Kirchen sind Maria geweiht.
Alleine schon diese Tatsache ist bemerkenswert und lässt staunen, nahezu schwindlig machen jedoch die gigantischen Ausmaße der gotischen Kathedrale zu Chartres. Die beiden Türme des Westportals sind ungefähr 110 m hoch, das Kirchenschiff 130 m lang.
Die wunderschönen Glasfenster, wie etwa das Fenster der blauen Jungfrau oder das Tierkreiszeichenfenster und die hohen Spitzbögen im Inneren der Kathedrale lassen erahnen, wie sehr sich der kleine mittelalterliche Mensch mit dem großen Universum verbunden fühlte.

 

Athenebrunnen in Wien

Vor dem österreichischem Parlamentsgebäude wurde 1918 die Republik ausgerufen. Und hier an diesem historischen Ort findet sich eine der schönsten Ringplastiken, der prächige Pallas-Athene-Brunnen, der zwischen 1893 und 1902 erbaut wurde. Vier liegende Figuren stellen allegorisch die wichtigsten Flüsse der Monarchie dar. Darüber erheben sich die beiden Frauenfiguren für die gesetzgebende und die vollziehende Gewalt.

Und über allen thront hoch oben auf einer Säule die Göttin der Weisheit, Pallas Athene, mit ihrem goldenen Helm. Pallas Athene soll ja dem Haupt von Zeus entsprungen sein, sie ist also eine Göttin per Kopfgeburt.

 

Der Neptunbrunnen in Berlin

Am 1. November 1891 wird der Neptunbrunnen unter einer Konjunktion von Neptun und Pluto feierlich eingeweiht. Es ist ein Skorpion-Neumond und die Stadt Berlin macht dem damals noch jungem Kaiser Wilhelm II. mit diesem Brunnen ein Geschenk zum Amtsantritt.

Bis 1951 stand Neptun mit seinen Gefährtinnen vor dem Berliner Stadtschloss. 1969 wurde der Brunnen dann im Achsenschnitt von Fernsehturm und Rotem Rathaus neu aufgestellt.

Schöpfer des Bauwerks war der Berliner Bildhauer Reinhold Begas. Die Ähnlichkeiten zum Brunnen der Pallas-Athene in Wien sind unübersehbar, auch hier werden vier Flüsse in allegorischer Form als Nymphen dargestellt. In ihrer Mitte thront Neptun-Poseidon mit seinem Dreizack auf einer Muschel, die von vier Tritonen getragen wird.
Fische- und Skorpion-Geborene dürften sich an diesem Ort besonders wohlfühlen.

 

Würzburger Residenz

Liebhaber des Barock können in Würzburg Station machen – und das prächtige Schloss des Fürstbischofs von Schönborn besuchen. Der Architekt der Residenz war Balthasar Neumann, der auch die Kapelle in Vierzehnheiligen baute. Das Treppenhaus mit seinen wunderbaren und atemberaubenden Deckenfresken ist weltberühmt.

Der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo malte hier von 1750 bis 1753 die damals bekannten vier Erdteile und schmückte sie mit Gestalten und Göttern aus der griechisch-römischen Mythologie. Apollon zieht mit seinem Sonnenwagen am Himmel entlang, Venus, Amor, Bacchus, Ceres und Fortuna, Saturn, Merkur und Zeus, alle sind sie hier versammelt.

 

Kathedralen der Industriekultur

Die Geschichte des Ruhrgebiets ist auch eine Geschichte der Industrialisierung und ihrer zerstörerischen Folgen. Noch vor einem halben Jahrhundert boomten Kohle und Stahl. Das deutsche Wirtschaftswunder wurde zwischen Ruhr und Emscher erarbeitet. Mit dem Zechensterben in den sechziger Jahren begann der Niedergang. Heute werden im Ruhrgebiet exemplarisch postindustrielle Perspektiven entwickelt.

Ehemalige Hochöfen, Zechen, Kokereien und Gasometer verwandeln sich in Gründer- oder Sportzentren, Museen und Theater, umgeben von Stadtteilparks, die über ein Fahrradwegenetz miteinander verbunden sind.

Vorzeigeprojekt der Region ist die Essener Zeche Zollverein, die als Weltkulturerbe der Unesco imKulturhauptstadtjahr einen zentralen Ankerpunkt bildet. Mehrere Museen sind auf dem Gelände angesiedelt.

Weitere Industriedenkmäler wie die Bochumer Jahrhunderthalle, der Gasometer in Oberhausen oder das ehemalige Hüttenwerk im Landschaftspark Duisburg-Nord sind Schauplätze für hochkarätige Kulturveranstaltungen.

 

Neptunwelten berichtet regelmäßig über Ereignisse in der Region und hat dazu eine eigene Rubrik geschaffen: Tief im Westen.

 

Zodiak Restaurant in Essen

Weltenreisende, die im Kulturhauptstadtjahr den Weg nach Essen finden, können in der Witteringstraße 41 im ältesten vegetarischen Restaurant des Ruhrgebiets ihre Pizza nach den zwölf Tierkreiszeichen auswählen.

Die Astrotipps für Reisende sind seit dem 3. Dezember 2003 online, werden unregelmäßig ergänzt und sind exklusiv nur auf Astrologos zu lesen.

 

 

Endlich Frühling

Endlich ist die Sonne da und der Frühling macht gleich viel mehr Spaß. Neptunwelten wünscht allen Leserinnen und Lesern ein entspanntes Pfingstwochenende.

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Unterwegs im Mai

Einige LeserInnen werden sich vielleicht gewundert haben, warum es in den letzten drei Wochen keine neuen Beiträge hier in den Neptunwelten gab. Nun denn, ich war unterwegs, zuletzt in Bremen und dort fand ich eine weitere, schöne Darstellung des Merkur.

Portal des Hauptbahnhofs in BremenPortal des Hauptbahnhofs in Bremen © Monika Heer

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