Es ist schon etwas länger her, genauer am 21. September 2024, da habe ich mit meiner Kollegin Petra Niehaus auf dem Astro-Kongress in Bad Kissingen einen Vortrag über Chiron und seine Beziehungen gehalten. Wir haben unser „Forschungsprojekt“ und erste Ergebnisse vorgestellt und in den Wochen und Monaten danach weiter an unserem Buch über Chiron, den Zentauren gearbeitet.
Während Petra intensiv in die Mythologie rund um Chiron eingetaucht ist, habe ich mich mit den besonderen astronomischen Eigenschaften dieses 1977 entdeckten neuen Himmelskörpers beschäftigt und die neuen Erkenntnisse der Weltraumforschung in den letzten 50 Jahre akribisch erforscht.
Da wir beide ein Ausbildungszentrum leiten, unterrichten und beraten, waren wir viel länger als geplant mit Schreiben, Diskussionen, Überarbeiten, Nachdenkern und Neudenken beschäftigt. Doch am 2. Januar schrieb ich am Nachmittag den letzten Satz der Einleitung und habe selbstredend auf die Uhr geguckt.
Letzter gschriebener Satz des Chironbuchs, 2. Januar 2026, 15.27 Uhr (MEZ), Bochum, D
Datenquelle: eigene Auskunft
Wenig verwunderlich ist der Aszendent in diesem Ereignishoroskop auf dem letzten Grad in Zwillinge. In einem Fragehoroskop wäre dieser AC auf 29 Grad eine Deutungseinschränkung, üblicherweise ist es dann zu spät für eine Antwort. In diesem Ereignishoroskop aber wird sichtbar, dass etwas zu Ende geht, im Zeichen Zwillinge die lange Arbeit des Schreibens. Die hinter uns liegende Mühsal zeigt sich im Quadrat des AC zu Saturn und Neptun in den Fischen. Doch der Mond ist bereits im Krebs und auch Merkur im Steinbock haben den Kampf mit Saturn und Neptun hinter sich gelassen, sie stehen in einem neuen Zeichen und können zu neuen Ufern aufbrechen.
Freundlicherweise bildet der Mond ins einem weiteren Verlauf eine Konjunktion zu Jupiter und der letzter klassische Aspekt ist ein Trigon zu Saturn. Die Oppositionen zu den drei persönlichen Planeten Mars, Sonne und Venus im Steinbock sind der Tatsache geschuldet, dass nach diesem letzten Satz noch einige Korrekturrunden nötig waren. Dank Astrid Blumenstock, deren Merkur in der Jungfrau hoffentlich alle noch übrig gebliebenen Rechtschreibfähler entdeckt hat, konnten wir das fertige Manuskript ein paar Tage später an Reinhardt Stiehle und seinen Chironverlag schicken.
Nun hoffen wir, dass unser Buch im Frühjahr erscheinen wird. In diesem Jahr wird Chiron das erste Mal vom Widder in den Stier laufen, in das Zeichen, in dem seine Entdeckung am 1. November 1977 stattgefunden hat. Wir sind gespannt auf die Resonanz und hoffen, die Diskussion um die Bedeutung Chirons nach seiner ersten vollständigen Runde durch den Tierkreis zu beleben und neue Perspektiven zu ermöglichen.
P.S. Die Abbildung des Zentauren mit Nixen ist ein Gemälde von Ernst Albert Fischer-Cörlin, es ist in der Wikipedia als gemeinfrei gekennzeichnet.

