Uranus, Jupiter und die Freiheit auf dem Tempelhofer Feld

Unter Astrologen ist das Pluto-Uranus-Quadrat derzeit ein heißdiskutiertes Thema (1, 2, 3, 4). Bis 2015 wird es sich sieben (!) Mal bilden und anstehende globale Umbrüche sicher forcieren. Während Uranus plötzlich daherkommt und für Freiheit sorgt, liebt Pluto die Schattenthemen und wendet sich in der für ihn typischen Angst-Lust-Mixtur allen Tabus und Abgründen zu.

In diesen Sommerwochen tritt ein dritter Planet hinzu. Es ist Jupiter, der am 11. Juni 2012 ins Zeichen Zwillinge wechselte und am 22. Juli, also kommenden Sonntag, einen wohltuenden Aspekt zu Uranus bildet, nämlich ein Sextil.

Gleichzeitig haben wir es aktuell mit einem Quincunx von Jupiter und Pluto zu tun. Wer bereit ist, neue Inhalte aufzunehmen, zu kommunizieren und nachzudenken, hilft sich selbst und Anderen. Wer Verunsicherung zulässt und Altes loslassen kann, gewinnt neue Einsichten und wird nötige Veränderungen freudvoll begrüßen und aktiv gestalten.

Ein guter Zeitpunkt, um Visionen von Wandel, Freiheit und Weite miteinander zu teilen. Mein persönliches Beispiel ist ein Ort, den ich im letzten Vierteljahr häufig besuchte: das Tempelhofer Feld, auch Tempelhofer Freiheit genannt, ein ehemaliger Flughafen mitten in Berlin.

Freiheit auf dem Tempelhofer Feld in Berlin

Der Flughafen Tempelhof wurde 1885 eröffnet. (mehr …)

Franz Anton Mesmer, die Gestirne und der Mesmerismus

Franz Anton Mesmer lebte von 1734 bis 1815 und war einer der berühmtesten Ärzte des 18. Jahrhunderts. Seinen Doktortitel bekam er 1766 mit einer Arbeit über den Einfluss der Gestirne auf den Menschen. So etwas ist heute schlichtweg undenkbar.
Mesmer war davon überzeugt, dass die gegenseitigen Anziehungskräfte der Planeten das menschliche Nervensystem beeinflussen. Durch Handauflegen, Berühren und Streicheln, teils unter Zuhilfenahme von Magneten, versuchte Mesmer, Krankheiten zu behandeln und das sogenannte universelle Fluidum zu übertragen. Ihm gelangen einige spektakuläre Heilungen. (mehr …)

Gerhard Mercator, ein Astrologe im Ruhrgebiet

Der 500. Geburtstag von Gerhard Mercator wird in diesem Jahr in Duisburg gefeiert. Die von Finanz- und anderen Nöten geplagte Stadt hat leider ein großartiges Projekt zum Jubiläumsjahr frühzeitig gecancelt.

Ein paar Veranstaltungen und Ideen sind übriggeblieben. Infos gibt es auf einer extra eingerichteten Seite.

Doch wer war Gerhard Mercator? Und warum ist dieser Universalgelehrte, der in Belgien geboren wurde und lange in Duisburg lebte, für die Astrologie interessant?

In der Wikipedia wird Mercator als Ptolemäus des Mittelalters bezeichnet, (mehr …)

Saturn, das aktuelle Kältetief und die Tetrabiblos

In dieser Woche wird Saturn immer langsamer. Am 7. Februar erreicht er seine Station bei 29 Grad 30 Minuten in der Waage und legt den Rückwärtsgang ein.[1]

Jedesmal, bevor ein Planet rückwärts oder – am Ende der Retrophase – wieder vorwärts läuft, lässt sich diese Verlangsamung beobachten. Sie wird Station genannt und man spricht davon, dass ein Planet stationär wird. Mit der Station geht eine starke Verdichtung des jeweiligen Planetenprinzips einher, in diesem Fall des Saturn.

Astrologisch-psychologisch bedeutet dies Konzentration, Disziplin, Abgrenzung und Rückgrat zeigen! Verantwortung will übernommen werden, aber in angemessener Form. Das ist nicht immer einfach. Deshalb ist Saturn als Planet nicht so beliebt wie etwa die Venus.

In der antiken Astrologie wurde die Bewegung der Planeten jedoch umfassender gedeutet, der Zusammenhang zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos war den Menschen noch viel präsenter. (mehr …)

Friedrich der Große und das Zeichen Wassermann

Friedrich der Große, König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg, wäre in diesem Monat 300 Jahre alt geworden. Und weil der alte Fritz für die deutsche Geschichte so bedeutsam war, wird sein 300. Geburtstag mit viel Aufwand und Tamtam gefeiert.

Neue Biografien versuchen, das Phänomen Friedrich zu erklären und die ARD zeigt heute Abend um 22.45 Uhr das Dokudrama Friedrich – ein deutscher König. Katharina und Anna Thalbach spielen den alten Fritz bzw. den jungen Kronprinzen. Da der Film vorletzte Woche schon auf ARTE zu sehen war, will ich gleich mal verraten, dass er sich nicht lohnt. Gängige Klischees werden bedient und es wird nicht deutlich, warum dieser Mann eine der schillerndsten Figuren der deutschen Geschichte ist.

Horoskop Friedrich der Große

Friedrich der Große, 24. Januar 1712, 12.00 Uhr (LMT), Berlin, D
Datenquelle: Kirsten Gregor

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Astronomie für die Astrologenprüfung lernen

Samstag beginnt das letzte Wochenende vom Prüfungstraining für Astrologen und Astrologinnen. Das Prüfungstraining bereitet auf die schwierigste Astrologenprüfung der Welt vor, nämlich die des Deutschen Astrologenverbandes (DAV). Wer diese Prüfung besteht, kann Horoskope professionell deuten und kennt die Geschichte der Astrologie und Astronomie. Nach der Prüfung wird ein Berufsgelöbnis unterschrieben, mit dem sich die zukünftigen Profi-Astrologinnen und Astrologen auf ethische Kriterien verpflichten. Ausführliche Informationen zur Verbands-Prüfung und zum Berufsgelöbnis finden sich auf der Homepage des DAV.

Die Teilnehmerinnen der letzten Astrologie-Ausbildung am DAV-Ausbildungszentrum Bochum haben in diesem Jahr in die Geschichte der Astrologie kennengelernt. Sie wissen, dass Astrologie und Astronomie bis in die frühe Neuzeit nicht voneinander getrennt waren. Sie kennen das kulturelle Erbe und die Last der heutigen Astrologie. Sie können ein Horoskop von Hand berechnen und sie verstehen, wie ein Horoskop das Himmelsgeschehen abbildet. (mehr …)

Astro-Rätsel für Spezialisten

Als ich vor Frühlingsbeginn in Lissabon unterwegs war, ist mir eine astrologische Rätselfrage begegnet. In Belém, etwa sieben Kilometer vom Zentrum entfernt, liegt der Ankerplatz, von dem Vasco da Gama 1497 aufbrach, um  den Seeweg nach Indien zu entdecken. Vorher hatten die portugiesischen Seefahrer bereits auf Madeira, in Brasilien und am Kap der guten Hoffnung Handelsstützpunkte gegründet. Und so wurde Portugal im ausgehenden Mittelalter das reichste Land Europas.

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Das berühmte Hieronymuskloster mit seinem prächtigen Südportal gibt noch heute Zeugnis von diesem Reichtum. (mehr …)

Torre dell`Orologio

Der Uhrturm in Venedig, den ich letzte Woche besichtigte, ist beeindruckend, auch wenn er im Gesamtensemble der Piazza San Marco etwas untergeht. Neben dem Dogenpalast, der prachtvollen Basilika und den beiden Prokuratien mit ihren noblen Straßencafés erscheint er dennoch als Blickfang, wenn man von der Hafenmole auf den riesigen Platz zuläuft.

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