Hoffnungsfrohe Aussichten für das Stonehenge des Ruhrgebiets

Das Stonehenge des Ruhrgebiets steht als Horizontobservatorium auf einer Halde zwischen den Städten Recklinghausen und Herten. Es wurde 2008 eröffnet, dich bereits sechs Wochen später musste der Zugang gesperrt werden.

Ein Riss in einem der beiden Stahlbögen schien zu gefährlich, um den Zugang zu den zahlreichen astronomischen Beobachtungs-Stationen unterhalb der beiden Stahlbögen zu ermöglichen. So wurde mit Pfeilern zunächst eine Stützkonstruktion für den Äquatorialbogen errichtet, und dann begann ein jahrelanger Rechtsstreit, der erst Ende 2024 mit einem Vergleich endete. Der Regionalverband Ruhr, der für diese und andere Halden im Ruhrgebiet zuständig ist, erhält neuen Nachrichten zufolge 4,1 Millionen Schadensersatz und plant nun Reparaturen, um bis spätestens 2027 das Observatorium wieder begehbar zu machen.

Stonehenge im Ruhrgebiet

Das ist eine Nachricht, die alle Sternenfreunde, sowohl die Astronomen als auch die Astrolog*innen, glücklich macht. Ein Besuch lohnt sich natürlich auch jetzt schon, denn unterhalb der monumentalen Bögen existiert ein weiteres Plateau mit einer Sonnenuhr. Hier lassen sich für die Teilnehmenden der Astrologie-Ausbildungen eine ganze Reihe von astronomischen Begriffen anschaulich erklären

Ich hatte außerdem das Glück, den abgesperrten Bereich zweimal betreten zu können und war beeindruckt von der Gestaltung dieser Anlag und deshalb bin ich sehr erfreut über diese Aussichten. Bei klarer Sicht ist übrigens auf dieser Halde von über 150 Metern Höhe ein Rundblick über das gesamte Ruhrgebiet bis hin zum Düsseldorfer Rheinturm möglich.

18 Jahre – Happy Birthday Astroblog Neptunwelten

Heute vor genau 18 Jahren startete mein Blog unter der URL http://www.neptunwelten.de mit ersten Beiträgen zu den Doors und zu Virginia Woolf. Nie hätte ich gedacht, dass ich 18 lange Jahre regelmäßig mindesten einmal im Monat über Astrologie und Horoskope schreiben werde. Vermutlich ist mein Saturn in Haus 3 dafür zuständig.

Nun sind die Neptunwelten heute volljährig geworden. Sie sind schon recht lange mit der Astrologos-Seite vereint, seit 15 Jahren nämlich. Dennoch sind sie ein eigenständiges Werk und ich schreibe gerade den 720. Beitrag. Und werde sicher weiterschreiben. Doch da der 18. Geburtstag mit einer Konjunktion von Sonne und Pluto einhergeht, wird es sicher einige tiefgreifende Veränderungen geben. Eine Idee, mit der ich mich schon lange beschäftige, nämlich seit dem letzten Relaunch der Astrologos-Site vor zwei Jahren: das Blog als Astrologe weiter zu betreiben und die Domain Neptunwelten in ein wunderbares Fische-Museum umzuwandeln.

Ultimative Fische-Tasse für Fische-Geborene

Da ich nunmehr seit 47 Jahren Astrologie betreibe und im Sonnenzeichen Fische zur Welt kam, habe ich im Laufe meines langen Lebens die wundersamten Fische geschenkt bekommen. Von Fische-Tassen über Fische-Geschirr und Vasen bis hin zu T-Shirts mit Fisch-Motiven, Fischelampen oder USB-Sticks und anderen Büromaterialen in Fischform reicht die Sammlung. und zu jedem dieser Fische-Geschenke kann ich eine schöne Geschichte erzählen.

Das Jahr ist noch recht jung, das erwachsene Blog auch. Mal gucken, was uns dieses 2025 bescheren wird, in jedem Fall Veränderungen weitreichendere Art. Die Welt dreht sich schneller denn je zuvor und wir drehen uns. mit. Heute aber wird Geburtstag gefeiert und wie es sich für einen dry January gehört mit einem alkoholfreien Aperol Spritz.

Peter Zumthor und die Bruder-Klaus-Kapelle in der Eifel

Anfang Oktober gab es noch einmal ein paar warme und sonnige Tage. Da bin ich mit Freundinnen in die Eifel gefahren, um die Bruder-Klaus-Kapelle von Peter Zumthor zu besichtigen. Ich hatte schon viel über diese Kapelle gelesen und in diversen sozialen Netzwerken immer mal wieder Fotos gesehen.

Also war ich neugierig und erwartungsfroh. Wir kamen am späten Vormittag am Ortsrand von Mechernich an, der Weg zum Parkplatz war ausgeschildert. Die erste Überraschung: vom Parkplatz bis zur Kapelle muss man noch gut einen Kilometer laufen, es ist nicht möglich, direkt vorzufahren. Denn die Kapelle steht – ich möchte fast sagen – in sicherer Entfernung auf einem Feld, ist aber schon vom Parkplatz aus sichtbar. Vermutlich ist diese kleine Pilger-Wanderung beabsichtigt.

Das hat mir gut gefallen und wir hatten das große Glück, dass an diesem Werktag nur wenige Besucher vor Ort waren und wir die Kapelle ungestört besichtigen konnten. Jede von uns war konnte für eine Weile ganz alleine im dunklen Innenraum verweilen, der wenig Platz lässt und in seiner Konstruktion eine meditative Atmospähre schafft. Das Foto lässt die Fichtenstämme erkennen, die im nahegelegenen Wald gefällt wurden. 112 waren es insgesamt und sie wurden zeltförmig wie ein Tipi angeordnet und durch ein Feuern, das drei Wochen im Innern brannte, verkohlt.

Um diese nach oben offene Konstruktion wurde Stampfbeton in Lagen von 50 Zentimetern bis zu einer Höhe von 12 Metern geschichtet.  So entstand auf einem fünfeckigen Grundriss ein fensterloser Bau, der aus der Ferne wie ein komplexer Betonblock wirkt, bei näherer Betrachtung werden kleine Öffnungen sichtbar, die mit Glaspfropfen verschlossen wurden und neben dem Licht von oben dafür sorgen, dass es in der Kapelle nicht völlig dunkel ist.

Nach dieser Erfahrung habe ich die Geburtsdaten des Architekten Peter Zumthor gesucht. Es gibt leider keine Geburtszeit, doch die Konstellationen des Tages (das Horoskop wurde mit der Software Astroplus ohne Häuser erstellt und kann mit einem Mausklick vergrößert dargestellt werden) sind bereits aufschlussreich. Die Hauptlichter in den Erdzeichen Stier und Steinbock erklären die Hinwendung zu traditionellen Techniken. Der sehr kurzen Biografie des Architekten in der Wikipedia lässt sich entnehmen, dass er bis 1990 gerne Holz als Baustoff verwendet hat. Als Sohn eines Schreiners hatte er zuerst eine Ausbildung zum Möbelschreiner gemacht, bevor er Architektur und Design studierte.

Peter Zumthor, 27. April 1943, 12.00 Uhr (MEZ), Basel, CH
Datenquelle. Biografie Wikipedia, die Geburtszeit ist nicht bekannt

Wir sehen aber auch eine starke Betonung des Zeichens Zwillinge, Merkur und Venus bilden eine Rezeption und ähnlich wie der 1941 geborene Bob Dylan oder Robert Hand, der 1942 geboren wurde, hat Peter Zumthor eine weite Konjunktion von Uranus und Saturn im Horoskop. Diese Verbindung hat Wolfgang Döbereiner einmal als „Mutation aus der Form“ beschrieben. Zumthor hat als Einzelgänger immer wieder neue Formen gefunden, um seine Bauwerke zu planen und zu errichten. Er hat übrigens auch viele Jahre als Lehrbeauftragter unterrichtet und war weltweit als Gastprofessor tätig.

Wolf Biermanns dritter Saturn-Return

Heute wird der Musiker und Lyriker Wolf Biermann 88 Jahre. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag an einem Vollmondtag. Dass Biermann eine Skorpion-Sonne in enger Konjunktion zu Merkur im zehnten Haus hat, verwundert nicht. Zeit seines Lebens hat er deutlich und laut und ohne Rücksicht auf Verluste gesagt, was er denkt – und dabei war er nicht zimperlich oder diplomatisch, auch wenn sein Mars ganz am Anfang der Waage steht.

Wolf Biermann, 15. November 1936, 11.15 Uhr (MEZ), Hamburg, D

Ich erinnere mich an ein Konzert 1977 in der Grugahalle in Essen. Da war Wolf Biermanns Ausbürgerung aus der ehemaligen DDR gerade mal ein Jahr her. Sie hatte sich lange angebahnt, denn immer wieder kritisierte er die bestehenden Verhältnisse im eigenen Landung und legte sich mit den DDR-Behörden an. Bereits 1965 erhielt er als Liedermacher ein Auftrittsverbot und musste seine Werke in der damaligen BRD verlegen.

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Seine Lebensgeschichte ist beeindruckend und kann als ein Dokument deutscher Zeitgeschichte gelesen werden. Der Sohn eines kommunistischen Juden, der 1943 in Auschwitz ermordet wurde, zog mit 16 Jahren von Hamburg in die DRR, aus Überzeugung! Dass dieser Staat ihn von Beginn an wegen seiner kritischen Haltung drangsalierte, hat ihn nicht davon abgehalten, in Ost-Berlin zu bleiben und zu arbeiten.

Bis er nach einem Konzert in Köln am 13. November 1976 offiziell ausgebürgert wurde, unter einem Uranus-Transit in Opposition zu Uranus in seinem Geburtshoroskop. Sein erstes Konzert nach der Ausbürgerung fand übrigens am 19. November in Bochum statt. Da war ich gerade mal sechs Wochen als Studenten an der Ruhr-Universität eingeschrieben und vollauf damit beschäftigt, die Seminarräume für meine Veranstaltungen in dieser riesigen Betonhochburg zu finden.

Heute zu seinem 88. Geburtstag erschient ein Tribut-Album, Re:Imagined ist der Titel, junge und ältere Künstler*innen interpretieren seine Songs, darunter Chansonsängerin Annett Louisan, die Rapperin Haiyti,  Katharina Franck oder Wolfgang Niedecken. Gleichzeitig ist Saturn heute stationär im Zeichen Fische, 3 Grad von Biermanns Geburtstag-Saturn entfernt.

Vermutlich kann man einen dritten Saturn-Return und den 88. Geburtstag kaum schöner feiern. Und sein bekanntester Song „Ermutigung“ passt damals wie heute und ist ein stimmiger Gruß zum Vollmond auf der Stier-Skorpion-Achse.

P.S. Wolf Biermanns Horoskop ist das erste Horoskop im neuen Design, seit Bestehen dieses Blogs im Januar 2008. Da die Bandbreiten immer größer werden, ist Datensparsamkeit nicht länger das oberste Gebot. So habe ich mich entschieden, ein neues Formular im AstroPlus zu gestalten, zwecks besserer Lesbarkeit der Horoskope. Mit einem Klick auf die Grafik lässt sich eine noch größere Darstellung anzeigen.

Chronlex Software und Gruppenhoroskope

Im letzten Jahr habe ich die Astro-Software Astrocloud vorgestellt, die wie der Name vermuten lässt, cloudbasiert auf jedem Rechner, Tablet, iPad oder Smartphone genutzt werden kann. Astrocloud erfüllt viele Wünsche der Astroprofis, ist kostenlos und der einzige Nachteil dieser App ist es, dass sie ohne Internet nicht nutzbar ist.

Nun ist eine zweite Software auf dem Markt, die ebenfalls Plattform-übergreifend angelegt ist, einen Onlinezugang als Voraussetzung braucht und neben der kostenfreien Version ein Abomodell speziell für die Deutung von Gruppenhoroskopen anbietet.
 

 
Wer die eigene Familie oder die Wohngemeinschaft schon einmal in ein Horoskop eingezeichnet hat, weiß, wie schnell solche Darstellungen unübersichtlich werden. Dieses Problem ist in der Software Chronlex, einem Gemeinschaftprodukt von Christoph Niederwieser und Torsten Wernecke, hervorragend gelöst. Einzelne Gruppenmitglieder lassen sich beliebig innen oder außen anordnen, man kann wahlweise Bestandteile eines Horoskops ein- oder ausblenden, größer oder kleiner anzeigen lassen.

Ich habe mir das Horoskop von Virginia Woolf mit den Horoskopen der Schauspielerinnen aus dem Film „The Hours“ als Gruppe genauer angeschaut (danke Torsten für diese schöne Idee). Der Film erzählt das Leben (und den Tod) von Virginia Woolf, dargestellt von Nicole Kidman, die für diese Rolle 2003 den Oskar als beste Hauptdarstellerin erhielt. Woolfs Roman Mrs. Dalloway wird hier als Stilmittel genutzt, um mehrere Zeitebenen zu verknüpfen und die Geschichte und den Alltag zweier Frauen in den Jahren 1951 und 2001 zu erzählen.

Wahlweise lassen sich nun die Schauspielerinnen und ihre Horoskope mit der Radix der Schriftstellerin abgleichen. In der Darstellung oben sind Virginia Woolfs Konstellationen in der Mitte zu sehen. Schnell fällt auf, dass Meryll Streeps (blau) Verbindung sehr eng ist, Merkur und Mars liegen auf Woolfs AC, ihr Jupiter auf der Venus, während Nicole Kidmans (orange) MC mit Jupiter genau auf das IC in Virginia Woolfs Horoskop fällt.

In der Aboversion, die ich vier Wochen testen durfte, sind für jedes Radix zusätzliche Informationen zu den Planeten auf einen Blick zu finden, neben den Würden sind das die Deklinationen, Geschwindigkeiten oder Halbsummen. Wie in jeder professionellen Astrosoftware lassen sich etliche Voreinstellungen als eigenes Set abspeichern, darunter die gängigen Häusersysteme, zusätzliche Planeten und Punkte wie etwas die hypothetischen Planeten der Hamburger Schule oder alle Aspektarten.
 

 
Alles in allem eine Software, die für Fans und Forscher von Gruppenhoroskopen ästhetisch ansprechende Möglichkeiten bietet, in jede Richtung zu forschen, zumal unter dem Punkt Prognostik alle gängigen Methoden wahlweise dazu geschaltet werden können.

In der „Free Version“ ist die Berechnung von einzelnen Horoskopen möglich, es fehlen die verschiedenen Prognosemethoden, doch die Chronlex-Datenbank ist frei zugänglich und einige Gruppenhoroskopen sind abrufbar, z.B. die Doors, Monty Python oder Harry Potter. Man darf gespannt sein, wie sich der Markt der Astro-Apps und Astro-Software-Angebote in den nächsten Jahren weiter entwickelt, welche Abo-Modelle entstehen und ob es eines Tages möglich sein wird, eine bezahlbare und ästhetisch ansprechende Offline-Lösung für den Mac zu bekommen.

Orte der Andacht – Orte der Kraft

Über die prächtigen Bildbände des Taschen Verlags in Köln freue ich mich immer wieder. Zuletzt habe ich im Astro-Blog über das geheime Wissen geschrieben. Nun liegt die nächste Neuerscheinung zu Astrologie verwandten Themen auf meinem Schreibtisch: „Orte der Andacht“, eine visuelle Reise zu bedeutenden Kultstätten und heiligen Orten.  In den frühen Kulturen dienten Bauwerke wie Stonehenge und die Pyramiden von Gizeh oder Machu Picchu als Kalender und Instrumente der Zeitmessung, sie waren aber gleichzeitig Tempel und Kraftorte.

In der Astrologie bieten Methoden wie Astrokartografie und Standorthoroskope einen Zugang zur spirituellen Energie einzelner Orte, sowohl auf kollektiver als auch persönlicher Ebene. Der nächste Band aus der Reihe „Bibliothek der Esoterik“ schickt uns noch einmal mal ganz anders auf eine weltweite Pilgerreise und lässt uns natürliche und von Menschen geschaffene energetische Plätze erkunden.

Imm zweiten Kapitel geht es um die Natur selbst, die mit den Elementen, Hügeln und Bergen, Höhlen und Wäldern einzelne Orte geprägt und geheiligt hat. Ayers Rock in Australien oder die Höhlen von Qumran werden gezeigt, aber auch Landart-Installationen wie „Spine of the Earth“ von Lita Albuquerque sind zu sehen. 2012 liess die amerikanische Künstlerin 300 in rot gekleidet Personen langsam auf einer Treppe mit 287 Stufen herunter gehen liess. um die Bewegungen der Wirbelsäule zu veranschaulichen.

Beeindruckend ist auch der vierte Teil, Kirchen, Kathedralen und Tempel aus Ost und West sind hier zu sehen, aber auch Friedhöfe, Museen  oder Bibliotheken. Es ist erstaunlich, wie überall auf der Welt Künstler*innen mit der Landschaft und Natur interagieren, um besondere Kunstwerke entstehen zum lassen. Es ist Kunst, die zu berühren vermag und uns daran erinnert, dass gerade heute nicht nur das Profane gibt, sondern auch das Heilige und Heilende, das von Menschen geschaffen werden kann.

Aktuell ist dieser Bildband nur auf Englisch zu bekommen. Er kostet – wie die vier Bände zuvor – 30 Euro und kann beim Taschenverlag bestellt werden. Das Erscheinungsdatum der deutschen Übersetzung ist noch nicht bekannt.

Bildquellen: Das Foto von Macchu Picchu ist von Pedro Szekely, das Genossenschaftsdorf in Israel, das wie ein Mandala in der Landschaft liegt, hat Yann Arthus-Bertrand fotografiert. Die Bildrechte liegen beim Taschen-Verlag.