Als Saturn 1988 ins Zeichen Steinbock wechselte, traf er einen Tag vorher auf Uranus, auf den letzten Metern im Schütze-Zeichen. Im Abstand von einem Tag wechselten die beiden erdfernen Planeten das Zeichen.
Auch Neptun war seinerzeit im Steinbock unterwegs. 1989 trafen Saturn und Neptun dreimal aufeinander, zuletzt am 13. November 1989. Vier Tage nach dem Fall der Mauer in Berlin mit den bekannten Folgen: (mehr …)
Letztens jährte sich die Entdeckung des Asteroiden Chiron. Am 1. November vor 40 Jahren wurde er von Charles Thomas Kowal gesichtet, bekam seinen Namen. Und spielt heute für viele Astrologen eine wichtige Rolle bei der Deutung des Horoskops.
Was mich betrifft, so bin ich puristisch veranlagt und verzichte auf Chiron (und Lilith) im Horoskop. Die zehn Planeten von Sonne bis Pluto bieten genug Stoff, um ein Radix zu deuten. Natürlich werde ich als Astrologie-Lehrerin dennoch immer mal wieder gefragt, was Chiron bedeutet und gebe meinen Schüler*innen alle wichtigen Antworten.
Von Zeit zu Zeit forsche ich auch zu Chiron und jedes Mal erscheinen mir die allerersten Deutungen von Zane B. Stein schlüssig. Stein beschreibt Chiron als Außenseiter, als Maverick und begründet dies mit der extremen Umlaufbahn, die einerseits am Perihel in die Saturnbahn hineinragt und am sonnenfernsten Punkt den Uranus erreicht.
Chiron ist ein also ein Exzentriker, wie Pluto und Mars, deren Umlaufbahnen ebenfalls stark elliptisch sind. Als innere Person versucht er, die irdische Wirklichkeit mit den unfassbaren Dimensionen jenseits von Saturn zu verbinden – und wohlmöglich führt die Kluft zwischen Visionen und einer Alltagsrealität zu diesem großen Schmerz, der Chiron in den gängigen Lehrbüchern zugeordnet wird.
Charles T. Kowal, 8. November 1940, 5.20 Uhr (EST), Buffalo NY, USA
Datenquelle. Astrodatabank
Sein Entdecker Charles T. Kowal hat Chiron direkt am MC – und zwar minutengenau, sofern die Geburtszeit stimmt. In der Astrodatabank erhält sie ein C-Rating, sie ist also nicht gesichert. In jedem Fall aber hat Kowal eine Opposition von Merkur und Uranus. Die Sonne hingegen steht gegenüber von Saturn und Jupiter in Konjunktion.
Kowal war schon als Teenager begeistert von der Astronomie. Bereits mit zehn Jahren baute er sich ein Teleskop, um den nächtlichen Sternenhimmel zu beobachten. Sein Merkur, der übrigens retrograd ist, bildet neben der Opposition zu Uranus ein Sextil zu Neptun. Da wundert es nicht, dass Kowal sein Leben der Erforschung des Weltalls gewidmet hat.
Später in den 90ern schrieb er Computer-Programme für eine Space Mission und er war der erste, der die Bilder des Hubble-Teleskops zu sehen bekam. Drei Jahre nach der Entdeckung Chirons gelang ihm übrigens ein weiterer Coup. Er konnte nachweisen, dass Galileo Galilei bereits 1612 und 1613 mit seinem Teleskop Neptun gesichtet hatte.
Leider starb Charles T. Kowal bereits 2011. Wir gratulieren ihm dennoch heute herzlich zum Geburtstag und schicken im die besten Wünsche hinauf in den Himmel, ins weite All oder wo auch immer sich seine unsterbliche Seele aufhält.
P.S. das Kunstwerk zeigt einen Bildausschnitt aus einem Ölgemälde von Pompeo Batoni aus dem Jahr 1770. Das Bild ist in der Wikipedia als gemeinfrei angezeigt.
Wolfgang Döbereiner verdanke ich den Hinweis auf das rollende Rad und die Zuordnung zum dritten Haus im Horoskop. Das dritte Haus entspricht dem Zeichen Zwillinge im Tierkreis und Planet Merkur, der hier sein Domizil hat.
Heute vor 200 Jahren stellte Karl von Drais, ein Forstbeamter aus Karlsruhe, seine neue Erfindung vor, das Fahrrad oder Laufrad, wie es damals genannt wurde. Von seinem Wohnhaus in Mannheim radelte er nach Schwetzingen und zurück. Für die Strecke von rund 14 Kilometern benötigte er eine Stunde. (mehr …)
Kinder, wie die Zeit vergeht! Heute vor zehn Jahren starteten die Neptunwelten als astrologisches Blog und während damals die Bloggerei in der Astrologie-Szene kaum verbreitet war, sind mit der Zeit viele Blogs entstanden, die sich astrologischen Themen widmen.
Einige sind im Laufe der Jahre wieder eingeschlafen oder gleich ganz verschwunden, neue sind hinzugekommen und die Bloglandschaft ist insgesamt viel unübersichtlicher als vor zehn Jahren.
Umso mehr freue ich mich, dass mein Blog weiterhin wächst und gedeiht. (mehr …)
Nur noch wenige Tage läuft die Ausstellung „Hannah Höch – Revolutionärin der Kunst“ in Mülheim an den Ruhr. Schwerpunkt dieser Ausstellung ist das Spätwerk von Hannah Höch und mit Spätwerk sind diejenigen Bilder und Collagen gemeint, die ab 1945 entstehen.
Hannah Höch ist 1945 am Ende des zweiten Weltkriegs 55 Jahre alt. Die letzten sieben Jahre hat sie am Heiligensee verbracht, alleine und immer stärker zurückgezogen. Konnte sie zunächst nach der Machtergreifung 1933 noch vereinzelt ausstellen, fand ihre letzte größere Ausstellung in Den Haag in den Niederlanden 1935 statt. (mehr …)
Ephemeriden sind die Tageszeitung der Astrologen. In den Ephis kann man nachgucken, wie sich die Planeten täglich weiter bewegen. In Form eines Kalenderblatts pro Monat werden die zehn Planeten und der Mondknoten, wahlweise auch Chiron und Lilith gelistet. Dort werden die Stellungen der Planeten in den Tierkreiszeichen und zwar für Mitternacht 0 Uhr angezeigt.
In dieser Ausgabe „Die deutsche Ephemeride Band VIII 2001-2020“ sehen wir außerdem im unteren Drittel die Breitengrade und Deklinationsstellungen. Links direkt hinter den Tagen des Monats ist in der ersten Spalte die Sternzeit angegeben.
Wer jedoch eine gedruckte Ephemeride kaufen möchte, sollte sich beeilen, denn die Ephis sterben langsam aus. Viele Exemplare sind nur noch antiquarisch zu bekommen – und erzielen auf Amazon Höchstpreise. (mehr …)
Am kommenden Wochenende findet in Bonn der jährliche Astrologenkongress statt. Die astrologische Beratung steht im Mittelpunkt und erfahrene Astrologen und Astrologinnen referieren über unterschiedlichste Aspekte ihrer Arbeit. Ich bin gespannt auf den Vortrag von Ilona Picha-Höberth, die bekannte Märchen auf tiefenpsychologische Weise deutet und in ihre Arbeit mit Horoskopen einbezieht.
Auch der Beitrag von Birgit Lummer hört sich vielversprechend an, sie spricht über die Grenzen der astrologischen Beratung und ihr Vortrag hat den wunderbaren Titel: Die Büchse der Pandora nicht öffnen. Alle Vorträge und das bunte Rahmenprogramm mit Astro-Quiz, Astro-Disco und Astro-Kabarett werden im Kongressflyer ausführlich beschrieben.
Mein Beitrag zum Astrologenkongress ist in diesem Jahr ein zweieinhalbstündiges Seminar mit dem Titel „Das Ego des Astrologen“ und in der Vorbereitung auf diesen Workshop habe ich ein Gemälde von Georg Friedrich Kersting gefunden, das den Titel „Apoll und die Stunden“ trägt. (mehr …)
Im März dieses Jahres habe ich die App Time Passages vorgestellt. Time Passages ist als Astrosoftware für den Mac schon jahrelang auf dem Markt, erst sehr viel später haben die Entwickler das Programm als App für`s iPhone und iPad herausgebracht.
AstroGold ist den umgekehrten Weg gegangen, erst kam die App auf den Markt. Seit Herbst letzten Jahres gibt es das Programm als Software für Apple-Rechner. AstroGold ist besonders für professionelle Anwender interessant. Aus mehreren Gründen. (mehr …)
Die Sonne ist jetzt im Zeichen Jungfrau. Ein Sommer, der keiner war, neigt sich seinem Ende zu. Die Natur zeigt uns in den kommenden vier Wochen, wie die Kraft der Sonne deutlich sinkt. Jungfrau ist die Zeit der Ernte, die Früchte sind reif, Pflaumen, Äpfel und Brombeeren… viele Kräuter können jetzt gepflückt und getrocknet werden.
Früher, als die Menschen im Einklang mit der Natur lebten, wurden im Spätsommer Vorräte für die Wintermonate angelegt. Man traf Vorbereitungen für die dunkle Zeit des Jahres. Durch genaue Beobachtung und kluge Analysen versucht die Jungfrau, das Leben zu ordnen und berechenbar zu machen.
Sie möchte alle Ressourcen optimal nutzen. Sie gewinnt ihre Sicherheit und festen Boden unter den Füßen, indem sie sich auf alle Eventualitäten einrichtet und immer wieder neu an die äußeren Umstände anpasst. (mehr …)
Seit über zwei Monaten ist Mars im Rückwärtsgang unterwegs, seit vier Wochen läuft er wieder durch das Zeichen Skorpion. An diesem Wochenende hat Mars den Ort seiner Station bei 23 Grad Skorpion fast erreicht und steht so gut wie still.
Ein guter Zeitpunkt also, um sich dem rückläufigen Mars im Skorpion zu widmen. Mars, der Krieger und Kämpfer agiert hier im achten Zeichen des Tierkreises, in seinem alten Domizil, kraftvoll und durchaus gewaltbereit.
Blickt man zurück auf die Ereignisse der letzten Wochen, die Fußball-EM in Paris, das Attentat von Orlando oder den Brexit am 24. Juni 2016, so fällt auf, dass Mars bei allen drei Ereignissen eine Rolle spielt. (mehr …)